Dabei bei einer „ganz heißen Nummer“


  

Vier Komparsen erzählen von ihren Erlebnissen bei einem Kinodreh

(Bericht von Gudrun Sagberger) „Wie wäre es, mal bei einem Filmdreh dabei zu sein?“ Das hab ich mich schon lange gefragt und deshalb auch nicht gezögert, als ein Aufruf für Komparsen in der Zeitung erschien. Am Filmset „Eine ganz heiße Nummer“ im Bayerischen Wald war ich an sechs Drehtagen dabei. Dafür opferte ich gerne Urlaubstage und Überstunden. Markus Goller („Friendship“) ist der Regisseur des Films. Er ist ein absolut sympathischer Mensch, das ganze Filmteam war eine große Familie und wir Komparsen waren ein Teil davon. Da ist es fast egal, ob es beim Dreh Nacht ist oder kalt, an einer Szene einen Tag lang gefeilt wird…. Wahnsinn, wie viel Arbeit hinter einer Filmszene steckt. Ich sehe das nun mit anderen Augen! Ein Dank an Christof und das tolle Team, wir wurden sehr gut betreut (und auch verpflegt), ich freue mich sehr, wenn ich wieder mal dabei sein darf – und natürlich auf den Filmstart im November 2011!      
                                                                                                                                                     

(Bericht von Ehepaar Maderer) Nachdem das Casting für den Film „Der Sommer der Gaukler“ schon hinter uns lag, machte ich mich im World Wide Web schlau und fand tatsächlich in erreichbarer geographischer Nähe einen weiteren Castingtermin. Dort angekommen das übliche Procedere…Fragebogen ausfüllen, dabei ehrlich sein und nix verschönen oder verschummeln und wieder zwei Fotos vor einer weißen Wand, worauf man eigentlich ausschaut, als ob man auf die Fahndungsliste gesetzt werden soll. Bis wieder der Anruf kam:“…Ihr seid dabei!“ Klasse, zwei Kinofilme in einem Jahr…wo gibt’s denn so was. Martin hatte alsdann noch einen weiteren Castingtermin in Passau, weil für den Film noch Kleindarsteller gesucht wurden, quasi Komparsen mit „Redeerlaubnis“. Hier kam er aber nicht zum Zuge. Also haben wir den Kleiderschrank umgegraben und sind zum ersten „DrehTAG“ gefahren. Ohwei, wir hatten einen Nachtdreh und haben uns in unsäglicher Kälte als aufgebrachte Dorfbewohner um ein Wohnhaus geschart. Eine solche Nacht kann verdammt lang sein. Abgesehen von den „körperlichen Strapazen“ wie Schlafentzug und Frostbeulen war es eine tolle Erfahrung, zu sehen wie quasi die Nacht zum Tag bzw. Abend gemacht wird. Die folgenden Drehtage waren wesentlich entspannter, wenngleich der Filmdreh für einigen Wirbel in der Presse gesorgt hatte und wir zu striktem Stillschweigen angehalten waren.

(Bericht von Margit Dötsch-Schmid) Ich hätte nie geglaubt,dass "Stars" -wie Monika Gruber, Rosalie Thomass, Gisela Schneeberger, Bettina Mittendorfer usw.so nett und natürlich mit den Komparsen umgehen. Für mich persönlich war der letzte Drehtag in der Kirche das Highlight überhaupt. Die ganze Film-Crew einschließlich aller Schauspieler hat sich mit Applaus bei den Komparsen für das Mitwirken bedankt.Ich war den Tränen nahe.